Geschichte

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Geschichte2017-07-19T08:59:17+00:00

Nach dem 2. Weltkrieg beschäftigten sich in Österreich viele gewerblich mit der Ansichtskarte. Fotografen vervielfältigten eigene Aufnahmen fotografisch in Form von Ansichtskarten, andere vervielfältigten Ansichtskarten maschinell (Bromsilber-Rotation). Es gab auch Ansichtskartengroßhändler, die die Ansichtskarten produzieren ließen. Ab Mitte der fünfziger Jahre beschäftigten sich hauptsächlich Drucker mit der Herstellung farbig gedruckter Ansichtskarten.

Alle waren in einem Markt tätig, hatten unterschiedliche gesetzliche Berufsvertretungen, aber viele gemeinsame Probleme.

Nach einigen Initiativen ab 1948 kam es 1966 zur Gründung des Verbandes der österreichischen Ansichtskartenverleger und -Hersteller in Salzburg.

Einige Schwerpunkte der beginnenden Verbandsarbeit waren:

  • Zusammenfassung möglichst vieler in der Branche tätigen Firmen
  • Interessenvertretung nach außen, speziell gegenüber der österr. Post in Portofragen und der Österreichwerbung
  • Pflege der zwischenmenschlichen Beziehungen, Entkrampfung der Konkurrenzverhältnisse
  • Kontakte mit vergleichbaren Verbänden im Ausland, speziell Deutschland, der Schweiz und Frankreich
  • Vorträge und ERFA-Gruppen im fachlichen, rechtlichen und wirtschaftlichen Bereich
  • Erfahrungsaustausch auf lokaler Ebene in den Bundesländern
  • Markterhebungen, die die wirtschaftliche und werbliche Komponente für den Fremdenverkehr herausarbeiten sollten
  • Image-Verbesserung der Farbansichtskarte
  • Erarbeiten allgemein gültiger Liefer- und Geschäftsbedingungen und eines speziellen Kakulationsschemas
  • Enger Kontakt mit dem Urheber-Rechtsschutzverband

um nur die wichtigsten zu nennen.

1996 konnte der Verband bereits sein 30-jähriges Jubiläum feiern.

Einige Marginalpunkte seien genannt:

  • Markterhebung:
    Mehr als 100 Mio. werden jährlich in Österreich geschrieben und hauptsächlich ins Ausland verschickt. Damit sind sie ein wichtiger Werbeträger für unser Land und den Fremdenverkehr. Wenn jede Karte von drei Personen gelesen wird, ergeben das mehr als 300 Millionen Werbeimpulse von größter Wertigkeit, weil es sich um persönliche Grußbotschaften handelt.
    Weitere wurden erhoben: Gründe für das Schreiben von Ansichtskarten, Kaufverhalten der Generationen usw.
  • Leistungsschau der österr. Ansichtskartenverleger
  • Einige Vorträge und ERFA-Gruppen anlässlich der Umstellung auf die Mehrwertsteuer
  • Zusammenarbeit mit der Österr. Fremdenverkehrswerbung, u.a. gemeinsame Plakataktionen
  • Vorträge im Zuge der Steuerreform
  • Säckchen- und Kuvert-Aktionen
  • Produktion und Verkauf von verbandseigenen Karten-Serien, wie z.B. „Austria-Romantica“ u.a.m.
  • Informationen über die neueVerpackungs-Verordnung, den EANCode, die EWR und EG
  • Die EU und Ausblick in das nächste Jahrtausend

Nicht zu vergessen die vielen jährlichen, zum Teil legendären Schiwochenenden, die aus einer winterlichen Vorstandssitzung am Obertauern entstanden sind und bald ein fester Bestandteil des Verbandsjahres wurden.

In den letzten Jahren beschäftigten sich der Verband und seine Mitglieder zunehmend mit der digitalen Revolution in den Bereichen Fotografie, Reproduktion und Druck. Vorträge und Schulungen wurden angeboten. Der Generationenwechsel begünstigte einen rasanten Wechsel.