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| Zur Jahrhundertwende gab es schon einige Betriebe, die sich ausschließlich mit der Herstellung von Ansichtskarten befassten. Einige von diesen Betrieben hatten schon damals über 1.000 Arbeitskräfte beschäftigt. Zwischenzeitlich bildeten sich an vielen Orten auch Sammlervereine, Liebhaber von großen Sammlungen, die sich zum Teil auf bestimmte Gebiete spezialisierten. So gab es unter dem Titel Kulturgeschichte und Volkskunde Karten aus dem Theater- und Veranstaltungsleben der damaligen Zeit. Verschiedene Techniken zur Herstellung von Ansichtskarten entwickelten sich im Laufe der Jahrzehnte. Am Beginn stand die handcolorierte farbige Lithokarte, teilweise schon im 16-Farbendruck, gefolgt von der Phototypie, einer Art farbigen Buchdrucks, der Lichtdruckkarte und der Photographie. Dazu gab es auch Holz- oder Stahlstiche und ebenso die Radierung. Nach dem 1. Weltkrieg war vorerst die große Zeit der Ansichtskarte vorbei. Mit der Einführung der Bromsilber-Rotationskopie erlebte die Ansichtskarte einen neuen Höhenflug, welcher bis nach dem 2. Weltkrieg anhielt. Um 1955 gab es einen neuen großen Umbruch in der Ansichtskartenherstellung. Der Übergang von der Photokarte mit allen technischen Varianten zur gedruckten Ansichtskarte war vollzogen. Zuerst im Buchdruck und einige Zeit später im Offsetdruck. Die Ansichtskarte als Überbringer persönlich geschriebener Botschaften wird sich, wie auch das Buch, gegenüber den elektronischen Medien weiter behaupten. | |||