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Der Fotograf und das Schnitzerl

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Vor vielen Jahren wollte der Wirt eines Berggasthauses in einem Tiroler Tal neue Postkarten. Vor der Arbeit stärkte sich der Fotograf noch mit einem Riesenschnitzel, das aber im Gegensatz zu den touristisch gehobenen Talpreisen äußerst billig war, aber auch etwas nach Wild schmeckte.

Auf der Suche nach dem geeigneten Aufnahmestandpunkt entdeckte er dann ein Jagdgewehr mit Schalldämpfer. Der Wirt darauf angesprochen, meinte nur: "Ihr Saufotografen müsst eure Nasen auch überall drin haben."

Zehn Jahre später waren wieder Fotos nötig.

Es gab wieder Schnitzel, diesmal normal schmeckend, klein, zu den ortsüblichen Talpreisen plus Höhenzuschlag. Der Wirt erkannte den Fotografen sofort wieder: „Du bischt der Saufotograf, der damals mei Büx (Gewehr) gfunden hat.“ Auf die Frage, ob er denn nicht mehr jagen gehe, da es kein Gamsschnitzel mehr gäbe, meinte er nur, dass er schon zu alt dazu sei. „Und dein Bua?“ „Ja mei, der hat nur dös Mopedfahren im Kopf und bis der mit seinem Moped a Gams derwischt, sein alle meine Gäst verhungert."