Entstehungsgeschichte

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Entstehungsgeschichte2017-07-25T01:19:39+00:00

Der Beginn mit der Correspondenzkarte:

Als in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts die Photographie erfunden wurde, ahnte noch niemand etwas von den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten. Nach einer Idee des späteren Generalpostdirektors des Deutschen Bundes, Heinrich von Stephan, die von dem österreichischen Professor für Nationalökonomie, Dr. Emanuel Hermann, in Wien aufgegriffen worden war, wurden von der österreichischen k. u. k. Postverwaltung ab 1. Oktober 1869 die „Correspondenzkarten“ eingeführt und bis zum Ende desselben Jahres schon über 3 Millionen verkauft. Genau ab dem 22. September 1869 trat die Postkarte, vorläufig noch auf 20 Worte beschränkt, den Siegeszug um die Welt an. Beleidigender, obszöner oder sonst wie unanständiger Inhalt waren Grund zum Ausschluss von der Beförderung.

Erstmals die Postkarte:

Ab 1878 war die Postkarte durch den Weltpostvertrag in allen Kulturstaaten der Erde ein Begriff.
Vorerst diente eine ganze Seite der Karte für die Adressierung, die Rückseite für die Mitteilungen. Diese Rückseite wurde aber teilweise schon 1869 unerlaubterweise durch Aufdruck von Bildern „zweckentfremdet“. Um 1900 kamen die ersten Künstlerpostkarten auf den Markt und eine blühende Ansichtskartenindustrie wurde ins Leben gerufen. Zur Jahrhundertwende gab es schon einige Betriebe, die sich ausschließlich mit der Herstellung von Ansichtskarten befassten. Einige von diesen Betrieben hatten schon damals über 1.000 Arbeitskräfte beschäftigt.

Sammlervereine:

Zwischenzeitlich bildeten sich an vielen Orten auch Sammlervereine, Liebhaber von großen Sammlungen, die sich zum Teil auf bestimmte Gebiete spezialisierten. So gab es unter dem Titel Kulturgeschichte und Volkskunde Karten aus dem Theater- und Veranstaltungsleben der damaligen Zeit.

Techniken:

Verschiedene Techniken zur Herstellung von Ansichtskarten entwickelten sich im Laufe der Jahrzehnte. Am Beginn stand die handcolorierte farbige Lithokarte, teilweise schon im 16-Farbendruck, gefolgt von der Phototypie, einer Art farbigen Buchdrucks, der Lichtdruckkarte und der Photographie. Dazu gab es auch Holz- oder Stahlstiche und ebenso die Radierung.

Nach dem ersten Weltkrieg:

Nach dem 1. Weltkrieg war vorerst die große Zeit der Ansichtskarte vorbei.
Mit der Einführung der Bromsilber-Rotationskopie erlebte die Ansichtskarte einen neuen Höhenflug, welcher bis nach dem 2. Weltkrieg anhielt.

Nach dem zweiten Weltkrieg:

Um 1955 gab es einen neuen großen Umbruch in der Ansichtskartenherstellung. Der Übergang von der Photokarte mit allen technischen Varianten zur gedruckten Ansichtskarte war vollzogen. Zuerst im Buchdruck und einige Zeit später im Offsetdruck.

Heute:

Die Ansichtskarte als Überbringer persönlich geschriebener Botschaften wird sich, wie auch das Buch, gegenüber den elektronischen Medien weiter behaupten.

Weiterführender Link zu einem Wikipedia Bericht: https://de.wikipedia.org/wiki/Ansichtskarte